René Villiger wurde am 6. Februar 1931 in Sins geboren. Seine künstlerische Ausbildung begann er 1946 an der Schule für Gestaltung in Luzern, welche er 1951 mit dem Diplom als Grafiker abschloss. Prof. Max von Moos und Werner Andermatt waren seine Lehrer. Sie förderten das zeichnerische Talent des jungen Künstlers. 1952 begann René Villiger seine berufliche Tätigkeit als Grafiker in einem Atelier in Zürich. Bereits ein Jahr darauf gründete er in Zürich sein eigenes Grafik- und Werbebüro. 1974 verlegte er sein Atelier nach Sins. Dazwischen folgten Studienaufenthalte im Ausland.
In seiner beruflichen Tätigkeit als Grafiker hat sich René Villiger auf Illustrationen sowie Raum- und Wandgestaltung spezialisiert. Er hat sehr viele Kinderbücher illustriert, u.a. «Alois», das an der Weltbuchausstellung in Leipzig preisgekrönt wurde. Nebst seiner Tätigkeit als Grafiker widmet sich rené Villiger der Malerei und der Originalgrafik. Seine Werke sind an Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Seine Bilder und Grafiken sind illustrativ, erzählend, leben von der literarischen Inspiration. Seine Lieblingsmotive sind Menschen, Gesichter: zerfurchte Gesichter, Clowngesichter — lachend, weinend, nachdenkend. Der präzise Strich fasziniert ebenso wie die fantasievolle, subtile Farbgebung. Der Hang zum Surrealen ist spürbar. Seine Bilder darf man ebenso «lesen» wie «schauen». Er liebt aufwändige Techniken. Flach-, Hoch- und Buchdruck werden nacheinander eingesetzt. Seine kritische Haltung stellt das Geschaffene unentwegt in Frage, und so entstehen grafische Arbeiten, die ihm als zeitgenössischem Schweizer Grafiker Anerkennung bringen.